R E M I S E - A R T
R E M I S E - A R T 

Nicholé Velásquez

FÜR UNBESTIMMTE ZEIT   -   Fotografie / Mehrfachbelichtung

Finissage am Freitag, den 8. Oktober 2021 18 - 21 Uhr

Der Künstler freut sich während der Finissage Gastgeber der Poetry Performance mit RAN / Rainer Anton Niedermeier zu sein.

Vernissage am Freitag, den 10. September 2021 ab 18 Uhr

Finissage am Freitag, den 8. Oktober 2021, 18 - 21 Uhr

 

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, jeweils von 17 - 19 Uhr

Und nach telefonischer Vereinbarung unter mobil 0160 975 29 536


Ob er nackte Körper, Landschaften oder entstehende Wolkenkratzer erfasst, Nicholé Velasquez tut es auf eine sehr sanfte und atmosphärische Weise.

 

Seine analogen Mehrfachbelichtungen enthüllen und verhüllen zugleich, sie wirken, als seien sie stets in Bewegung, in Zuständen des Transitorischen befindlich.

 

Im nächsten Moment, so scheint es, könnte ein Schleier ganz hinweggezogen werden und ein Motiv deutlicher hervortreten, oder sich eine weitere farbig-transparente Motivschicht auf das Bild herabsenken. Wie an einem Wolkenhimmel überlagern und durchdringen sich die vorbeiziehenden Gebilde, leuchten auf, gewinnen Kontur in einem Lichtstrahl und entschwinden erneut.


Seine Technik der Motiv-Überlagerungen in einem einzelnen analogen Negativ hat Nicholé Velasquez in einem Jahrzehnt perfektioniert.

Er hat, ohne sie unmittelbar sehen zu können, eine klare Vorstellung vom Ergebnis seiner Kompositionen, die im „Darkroom“ seiner Kamera entstehen. Selbst das Quäntchen Zufall, das hineinspielt, ist klar kalkuliert.

 

Gelegentlich treibt er seine Kompositionen bis an den Rand völliger Abstraktion, bis hin zu Farbexplosionen, zitiert kubistische Arrangements, dann wieder fügen sich Versatzstücke von Landschaften zu einem Bild, das an Breughel erinnert. Die Reflexion der Kunstgeschichte schwingt immer mit.

 

Durch die Technik der Mehrfachbelichtung, die vordergründig zu sehr ästhetischen Kompositionen führt, kann sich aber auch ein subversives Potential entfalten.

Wenn etwa ein Bankgebäude durch die Vermischung der Bildschichten auf hinter- und untergründige Weise in den Turmbau zu Babel, in das Symbol des Hochmuts und der Tyrannei verwandelt wird, bewegen wir uns in biblischen und zugleich sehr aktuellen Dimensionen: denn Resultat ist hier wie dort eine globale Sprachverwirrung.


Nicholé Velasquez ist Romantiker. Ganz im ursprünglichen Sinne einer Opposition zur nüchternen Klassik, in der wenig Raum ist für Phantasmen, Träume und Sagenwelten.

Er zelebriert das Schillernde, das Numinose, das Flüchtige (dem er allerdings in seinen Bildern auf Metall eine gewisse Ewigkeit zu verleihen sucht).

 

In seiner Ausstellung „FÜR UNBESTIMMTE ZEIT“ in der Remise am Tempelhofer Berg zeigt er mit seinen Spiegelplatten und Arbeiten auf Papier in ausgewählten Werken alle Facetten seines bisherigen Schaffens.


Exklusiv zur Ausstellung erscheinen zwei Editionen (24x30 cm auf Photo Rag, Auflage 10) zum Preis von 150 Euro.

 

 


 

 

Nicholé Velásquez | Biografische Notizen


1986 geboren und aufgewachsen in New York, wurde Nicholé Velasquez am dortigen International Center for Photography ausgebildet (Fellowship Jocelyne Benzakin).

 

2007 erste Einzelausstellung («Building a Home») in der Galerie Art Concept, Stockholm

 

2011 Übersiedlung nach Berlin und zahlreiche Reisen in skandinavische Länder

 

Seit 2011 bedient er sich in seinen analogen fotografischen Arbeiten der Mehrfachbelichtungstechnik, meist produziert auf chromogenen Spiegelplatten, indem er Farbe und Form von ihrer beschreibenden Rolle in der Fotografie ablöst und zu neuen Gebilden verwebt.

 

2012 «Christiania Researcher» in Residence in Christiania, Dänemark. Setzt sich dort mit der lokalen Landschaft und Architektur, Farbtheorie und Ideen der emotionalen Erinnerung auseinander.

 

2013 Artist in Residence der Stadt Kopenhagen

 

2014 auf Einladung des Danish Arts Foundation´s Committee for Architecture arbeitet er in Can Lis (Mallorca) im Haus von Jorn Utzon, dem Architekten der Oper von Sidney.

 

2014 Einzelausstellung «Crossing Horizons» in der Efrain Lopez Gallery, Stockholm

 

2015 – 2018 Teilnahme an verschiedenen Gruppenausstellungen in Berlin, Moskau und Wien

 

2018 Auszeichnung mit dem Prix Industries & Cultures Art Faber im Pantheon, Paris

 

 

Vernissage am Freitag, den 10. September 2021 ab 18 Uhr

 

Finissage am Freitag, den 08. Oktober ab 18 Uhr

 

 

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, jeweils von 17 - 19 Uhr

Und nach telefonischer Vereinbarung unter mobul 0160 975 29 536

 

 

Wir freuen us auf Ihren Besuch.

 

 

REMISE

Am Tempelhofer Berg 6 - Im Hof

10965 Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© REMISE/Daniel Samanns